Zur Bedeutung des Begriffes qualifizierte Praxisorientierung bestehen an den Hochschulen des Landes NRW in der jüngeren Zeit verstärkt neue innovative Ausbildungsansätze (u.a. Duales Studium in Bochum seit dem WS 2002/03), die eine enge Verzahnung der verschiedenen akademischen und berufsorientierten Komponenten von Wissenschaft und Wirtschaft bündelt.
Dabei stellt die Sommerakademie M@th-C@mp - die erstmalig in dieser Form im Juli 2004 stattfindet - einen weiteren Baustein in diese innovative Bildungsrichtung dar. Denn es ist unzweifelhaft, dass wir in einer Berufswelt leben, die von immer komplexerer Technik, von immer tieferen wissenschaftlichen Erkenntnissen und von immer mehr globalisiertem Wissen gekennzeichnet ist. Insbesondere werden die zukünftigen Aufgaben und Anforderungen - beispielweise die unserer Diplom-Ingenieure in der Elektro- und Informationstechnik - durch eine enge kooperative Zusammenarbeit von Schule, Hochschule und Industrieunternehmen in NRW begleitet und gekennzeichnet sein.
Die Anforderungen an die Bildungsmaßnahmen für ihre akademische Berufsausbildung, die an die hier angesprochenen zukünftigen Studierenden herangetragen werden, steigen kontinuierlich. Dieses gilt insbesondere für die Ausbildung in der Angewandten Mathematik in der Fachrichtung Elektro- und Informationstechnik.
Hierzu stellt die Sommerakademie M@th-C@mp ein geeignetes Forum zur Verfügung, welches zum einen mit den weiterführenden Schulen (Gymnasium, Berufskolleg, etc.) im engen Dialog steht, und zum anderen die Schnittstellen von Schule / Hochschule und auch Hochschule / Unternehmen mit einer neuen Qualität versehen wird.
Mit der Verbesserung der Kooperation zwischen Schule und Hochschule soll begabten und besonders interessierten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe (12./13. Jahrgangsstufe) die Möglichkeit geboten werden, das vorhandene mathematische, naturwissenschaftliche und praxisorientierte Wissen anzuregen und dieses durch Auseinandersetzungen mit wissenschaftlichen Themen und Fachgebieten zu erweitern.
Dabei werden u.a. Grundlagen und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens erlebt und einige Wissensbereiche und -einblicke neu entdeckt. So wird in diesen Bommerholz-Tagen das individuelle Interesse mit den einzelnen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch aktuelle mathematische und technische Probleme geweckt, um deren Wissenshorizonte zu erweitern und auch intensiv in einem Interessensteam zusammen zu arbeiten.
Diese Ziele werden dadurch erreicht, dass die Sommerakademie aktuelle praxisorientierte und wissenschaftliche Resultate aus verschiedenen Bereichen der Angewandten Mathematik und den Ingenieurwissenschaften in Zusammenarbeit mit Dozenten und Referenten u.a. von
präsentiert.
Dabei sind die Vorträge und Arbeitsgruppen so ausgewählt, dass ein vernetztes und kreatives Denken gefördert wird und die Themen und Inhalte über den normalen Lehrplan in der Schule hinaus gehen -- also kurz zusammengefasst:
"Das Interesse nach mehr Spaß an der Angewandten Mathematik und Technik wecken."
Die zukünftigen Studierenden werden im globalen Bildungswettbewerb immer mehr auf die angebotenen Qualitätsgesichtspunkte achten, wodurch sich das Qualitätsniveau dieser Sommerakademie letzten Endes definert.